Waltraud Joa
Beauftragte des Landkreises Ostallgäu für Menschen mit Handicap
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Ein gemeinsamer Weg

Erstellt von W. Joa |

Marktoberdorf  Es waren beeindruckende Zahlen, die die Marktoberdorfer und Ostallgäuer Behindertenbeauftragte Waltraud Joa im Stadtrat über ihre ehrenamtliche Tätigkeit in den vergangenen sechs Jahren vortrug. Von vielen Seiten kam anschließend der Dank.
581 Stellungnahmen, 152 Ortsbegehungen und 1820 Beratungen von Einzelpersonen und Architekten - da ist einiges zusammengekommen. Und der Kreis von Menschen, deren Interessen eine Behindertenbeauftragten vertritt, wird immer größer. In Marktoberdorf waren es zum 1. Januar 2014 noch 1877 Personen, 2019 waren es schon 2290. Ein Plus von 22 Prozent. Landkreisweit ist die Zahl um 3485 Personen auf 15716 gestiegen (27 Prozent mehr).

Joa skizzierte kurz ihre Aufgaben als Bindeglied für Menschen mit Behinderung hin zu Politik, Behörden, Interessenvertretungen und Rehabilitationsträgern. Aus ihren Ausführungen ging auch die Bedeutung der Arbeit von Behindertenbeauftragten hervor, deren oberstes Ziel die Inklusion von Menschen mit Handicap sei.

Ihre Mitgliedschaft in zahlreichen Gremien vom Netzwerk Allgäu bis hin zur Bayerischen Eisenbahngesellschaft zeigte, dass in viele Bereiche hinein eine Vernetzung notwendig ist und die Belange Behinderter in allen Lebensbereichen zu berücksichtigen sind. Zum Beispiel beim Wohnungsbau. "Zu Neubauten, Sonderbauten, Nutzungsänderungen und großen Umbaumaßnahmen der Kommunen nehme ich schriftlich Stellung", sagte Joa . Bei Straßen gelte es, gesicherte
Querungshilfen zu schaffen oder auch Bushaltestellen so einzurichten, dass sie von allen
genutzt werden können.

Gerade der Bereich Öffentlicher Personennahverkehr (Bus und Bahn) liege ihr besonders am Herzen.
Dabei geht es um Bahnsteige, von denen aus auch Rollstuhlfahrer selbstständig in den Zug kommen
ebenso wie die Verfügbarkeit von Bussen. In diesem Zusammenhang hielt sie ein Plädoyer für das derzeit diskutierte Rufbussystem für Marktoberdorf. Gerade für Menschen mit Behinderung wäre das ein wichtiges Stück mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

In ihrer Bilanz sagte Joa, dass sich in Marktoberdorf in den vergangenen Jahren viel entwickelt habe in
Richtung Barrierefrei in den Bereichen Hochbau oder auch Gastronomie. Auch beim Thema barrierefreier Tourismus sei man gemeinsam weitergekommen. "Wir haben viel in Richtung Barrierefreiheit gemacht, weil Waltraud Joa uns unterstützt hat", sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell anerkennend.

Quelle: AZ vom 07.02.2020

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