Waltraud Joa
Beauftragte des Landkreises Ostallgäu für Menschen mit Handicap
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Willy-Brandt-Medaille für Waltraud Joa

Erstellt von W. Joa |

Marktoberdorf Mit der höchsten Auszeichnung, die die SPD zu vergeben hat , ist Waltraud Joa bei der
öffentlichen Mitglieder-Versammlung der SPD Marktoberdorf ausgezeichnet worden. Die WillyBrandt-Medaille überreichten ihr die Vorstandsmitglieder Christian Wagner und Regina Renner unter dem Beifall der Genossen. Mit der Willy-Brandt-Medaille ehrt die SPD Mitglieder, die sich um die Sozialdemokratie in besonderer Weise verdient gemacht haben. Geschaffen wurde die Auszeichnung 1996. Benannt ist sie nach dem früheren Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt.

Schon als Jugendliche habe sie für Willy Brandt geschwärmt, sagte Joa nach der Verleihung der Medaille. Über ihre Arbeit für den Deutschen Gewerkschaftsbund kam sie dann selbst zur SPD. Seit 1981 ist sie Mitglied im Ortsverband Marktoberdorf.

Es sei eine große Freude und geradezu ein Bedürfnis, Waltraud Joa zu ehren, sagte der Marktoberdorfer SPD-Vorsitzende Christian Wagner in seiner Laudatio. Er zitierte eine Passage aus dem Hamburger Grundsatzprogramm der SPD von 2007, in der es um die Chancengleichheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderung geht. Kein anderes Thema, so Wagner, habe die Arbeit von Waltraud Joa als langjährige Stadträtin in Marktoberdorf und seit 2002 Kreisrätin im Ostallgäu mehr bestimmt. Als Behindertenbeauftragte in Stadt und Landkreis setze sie sich unermüdlich für Barrierefreiheit ein. Für ihr Engagement auch in verschiedenen anderen Gremien sei sie schon
mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt sie dafür die silberne Ehrenmedaille der Stadt Marktoberdorf, die AsF-Rose der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und die Staatsmedaille für soziale Verdienste.

Beharrlichkeit zeichne sie aus, sagte Wagner weiter. Aber in einem Interview habe sie auch einmal gesagt, dass das Ziel der Barrierefreiheit mit einem Verordnen von oben allein nicht erreicht werden könne. "Wir müssen alle ins Boot bringen", habe sie richtig gesagt. Als Kind hatte sie sich mit Kinderlähmung (Polio) infiziert. Sie leidet an Spätfolgen dieser Krankheit und sitzt seit Längerem im Rollstuhl. Die Krankheit war es auch , die ihre Ausbildung zur Kontoristin in jungen Jahren abrupt stoppte. Viele Jahre arbeitete sie als Telefonistin bei Alpenmilch in Biessenhofen, war dort auch freigestellte Betriebsrätin. Vor fast 20 Jahren gründete sie die Allgäuer Selbsthilfegruppe "Post-Polio" und sie ist stellvertretende Landesvorsitzende der Bayerischen PoIio- Selbsthilfegruppen. Ehrenamtliches Engagement gehörte immer zum Leben von Waltraud Joa. Mehr als 25 Jahre war sie für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aktiv, davon war sie 18 Jahre Vorsitzende des Ortsverbandes, der sie 2002 zur Ehrenvorsitzenden ernannte. Für die SPD war sie zwölf Jahre im Stadtrat.

Bei der Veranstaltung wurde ein weiteres SPD-Mitglied geehrt. Werner Müller, der dem Ortsverein seit 40 Jahren angehört und auch viele Jahre im Stadtrat tätig war. Seiner Treue galt der Dank des Ortsvereins. (sg)

Quelle: AZ

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Mit der Willy-Brandt-Medaille ist Waltraud Joa (Mitte) ausgezeichnet worden. Überreicht wurde sie von den Vorstandsmitgliedern Christian Wagner und Regina Renner vom SPD-Ortsverband Marktoberdorf. Foto: HeinzBudjarek