Ein Herz für Rollstuhlfahrer zeigt Bayerns Tourismusregion Nummer Eins, das Allgäu: Vier Landkreise und das österreichische Außerfern in Tirol haben sich zusammengeschlossen und das Projekt Allgäu und Außerfern barrierefrei gestartet. Natürlich nicht ganz uneigennützig: In einer Studie gaben 48 Prozent der Menschen mit Mobilitätseinschränkung an, sie würden häufiger verreisen, wenn es mehr barrierefreie Angebote gäbe..........
Den gesamten Bericht können Sie hier weiterlesen und sehen.
"Allgäu-Tirol barrierefrei"
Auftaktveranstaltung 26. April 2010
MODEON Marktoberdorf

Viele Argumente für Allgäu- Tourismus ohne Barrieren
Rund 150 Zuhörer aus dem gesamten Allgäu und aus dem Außerfern kamen zum Auftakt der Aktion „Allgäu und Außerfern barrierefrei" nach Marktoberdorf
ins Modeon.
Dort stellten Landrat Johann Fleschhut und die Ostallgäuer Behindertenbeauftragte Waltraud Ioa die Inhalte vor. Als Projektpartner fungiert die Einrichtung Herzogsägmühle der Diakonie Bayern, deren stellvertretender Leiter Hans Rock, die Arbeit für Menschen mit Behinderung vorstellte. Unterstützung für das Projekt kam auch von Wirtschaftsminister Martin Zeil, der die Bedeutung des Tourismus für das Allgäu herausstellte.
Allgäuer Zeitung Foto: Vitalis Held
Marktoberdorf/Ostallgäu
Einer umfassenden Schulung über die DIN-Vorschriften
zum, barrierefreien Bauen unterzogen sich die Ostallgäuer
Freiwilligen, die demnächst die Datenerhebung für das grenzüberschreitende
Projekt "Allgäu & Außerfern barrierefrei" im Landkreis
übernehmen werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen
einmal die Basis für eine mittelfristig barrierefreie Infrastruktur in der
gesamten Projektregion - das sind die vier Allgäuer Landkreise und
das Tiroler Außerfern - bilden. Wie müssen Treppenhäuser gestaltet
sein, damit sie bestmöglich auch von Menschen mit Behinderung
genutzt werden können? Wie hoch muss das Treppengeländer
sein? Welche Sichthilfen gibt es für Treppenstufen? - Dies sind nur einige
der Fragen, mit denen sich zwölf freiwillige Datenerfasser aus
dem Ostallgäu in einer umfassenden Schulung auseinandersetzten.
Waltraud Joa, die Behindertenbeauftragte des Landkreises, und Referent
John Wilhelm von der Herzogsägmühle
stellten ihnen die umfangreichen DIN-Vorschriften vor, die sie ab Mitte August in ihrer Fragebogenaktion kennen müssen. Die gibt es nicht nur für Treppen, sondern
auch für Parkplätze, Aufzüge, Gasträume, Hotelzimmer und vieles
mehr. Die Ostallgäuer Datenerfasser, darunter auch einige Menschen
mit Behinderungen, stürzen sich mit Eifer in ihre Aufgabe.
Für Teilnahme bewerben
Öffentliche Einrichtungen wie Hotels, Gaststätten, Einzelhändler,
Arztpraxen, Sportstätten, Therapie- und Freizeiteinrichtungen können
sich derzeit über ihre Gemeinden für die Teilnahme, an dem Projekt
bewerben. -Aus den eingehenden Meldungen werden im Ostallgäu
200 Teilnehmer ausgewählt, welche dann im Rahmen des mit
EU-Mitteln bezuschussten Programms beurteilt werden. Durch
das Projekt soll sowohl Senioren als auch Menschen mit Behinderung Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.
Quelle: AZ- Ostallgäuer Rundschau am 3. August 2010