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Und wieder etwas mehr Lebensqualität!
Jahrelang hat sich die VKIB um eine Verbesserung der Querungsstellen über Straßen für Rollstuhl- und Rollatornutzer auf der einen und für Blinde und Sehbehinderte auf der anderen Seite eingesetzt.
Die Bordsteinkante von mindestens 3 cm, seinerzeit als Kompromiss zwischen Rollstuhlnutzern und blinden Fußgängern normiert, erwies sich aus der Sicht der Rollstuhl- und Rollatornutzer zunehmend als problematisch.
Während blinde und sehbehinderte Menschen die Trennung von Gehweg und Fahrbahn nur durch den Einbau normierter Bodenindikatoren und einer mindestens 3 cm hohen Bordsteinkante sicher erkennen können, benötigen Rollstuhl- und Rollatornutzer ein auf null abgesenktes und somit erschütterungsfrei überfahrbares Bord.
Als Ergebnis vielseitiger Bemühungen entstand das „Kasseler
Querungsbord", eine Konstruktion von Nullabsenkung für Rollstuhlfahrer und daneben, aber deutlich abgegrenzt, eine 6 cm hohe Bordsteinkante für blinde und sehbehinderte Menschen.
Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund spricht sich für diese Art getrennter Querung als Alternative zur durchgehenden 3-cm-Bordsteinkante aus, die um einen Auffindestreifen aus Noppen über den Gehweg, ein Richtungsfeld aus Rippen vor dem 6-cm-Bord und ein Sperrfeld aus Rippen vor der 1 m breiten Nullabsenkung ergänz wird. Diese Form der getrennten Querung soll, so der Deutsche Blinden und Se
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hbehindertenverband in Berlin, in die in Arbeit befindliche Neuausgabe der DIN 32984 (Bodenindikatoren im öffentlichen Raum) ebenfalls aufgenommen werden.
VKIB und BBSB begrüßen die angestrebte Lösung: Sie sehen in ihrer Umsetzung ein Stück neuer Lebensqualität und einen Beweis dafür, wie unterschiedlich Bedarfe von Menschen mit Behinderung auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können.
Vereinigung kommunaler
Menschen mit Behinderung
in Bayern e. V. (VKIB)
Bayerischer Blinden- und Interessenvertreter von
Sehbehindertenbund e. V. BBSB
„Behindertengleichstellungsgesetz muss dringend überarbeitet werden!“
VKIB- Vorstandssitzung am 24.Februar in Marktoberdorf
An einem Föhntag traf sich der VKIB-Vorstand in der lichtdurchfluteten Don-Bosco-Schule zu einer intensiven Arbeitssitzung. Der herzliche Willkommensgruß der Schulleiterin, Frau Mönninghoff und die perfekte Versorgung mit Speis und Trank durch die Schülerfirma dieses Sonderpädagogischen Förderzentrums erleichterten die Erledigung der umfangreichen Tagesordnung.
Ein Höhepunkt des Vormittags war die Vorstellung einer Bewerberin für den momentan verwaisten Fachbereich Bildung, Schule und Kultur. Frau Marianne Mayer, Fachberaterin für Handarbeit und Hauswirtschaft legte überzeugend ihre Motivation für ein Engagement in der VKIB dar und bringt auch einen reichen Erfahrungsschatz an praktischer Arbeit an Förderschulen, bei der Konzeption von Lehrplänen und in verbandlichen Positionen mit. Bei der nächsten Mitgliederversammlung am 12.Mai 2010 wird sie sich zur Wahl stellen.
Die Feinabstimmung von zwei zeitnahen Fortbildungen konnten noch am Vormittag erledigt werden. Geringe Formalien waren noch für die gemeinsame Tagung der Fachbereiche „Bauwesen“ und „Mobilität“ zu klären, die mit äußert kompetenten Referenten am 4.3.2010 an der Obersten Baubehörde in München stattfindet.
Mit einer Tagung zum Thema „Tourismus für Alle“ im Wirtschaftsministerium in München die Frau Waltraud Joa, die kommissarische Leiterin des Fachbereichs in der VKIB organisiert hat, werden sicher wichtige inhaltliche Entwicklungsimpulse gesetzt und Vernetzungsmöglichkeiten für die verschiedensten Partner in dieser Branche angestoßen. „Es ist auch gelungen, äußerst kompetente Referenten aus Politik und Wissenschaft zu verpflichten“, resümierte Frau Joa.
Der Nachmittag gehörte ganz der Durcharbeitung eines Fragenkatalogs zur Vorbereitung einer Anhörung des Ausschusses für Soziales, Familie und Arbeit zum Thema „Erfahrungen mit dem Umsetzung des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes“ am 4.März 2010 im Bayerischen Landtag.
„Wir haben zwar am 23.01.2008 ein umfassendes Papier mit Änderungsvorschlägen zur Überarbeitung des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes eingereicht“, stellt Herbert Sedlmeier, 1. Vorsitzender fest,“ aber keinerlei Reaktionen von der Politik auf unsere Einlassungen bekommen.“ Bei der Durcharbeitung des aktuellen Fragenkatalogs stellten die Vorstandsmitglieder erstaunt fest, dass dort viele VKIB- Anregungen und Änderungsvorschläge als neue Fragestellungen auftauchen.
Mit den Ergebnissen aus der intensiven „Frage- für- Frage-Durcharbeitung“ sind unsere VKIB- Vertreter bestens für die Anhörung im Landtag gerüstet.
In der Presseerklärung des Bayerischen Kultusministeriums zum Schulanfang: Inklusion Fehlanzeige!
In der Pressemitteilung des Kultusministeriums Nr. 178 vom 11.September 2009:
"Wir können unsere Schüler intensiver fördern - Mehr Möglichkeiten für Kinder mit Behinderung schaffen“ kündigt Minister Spänle an, den Grundsatz "Jedem Kind seinen Weg" auch in der schulischen Förderung junger Menschen mit Behinderungen anzuwenden. Als Maßnahme wird nur sehr plakativ der Ausbau der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste genannt.
„Ohne konkrete Zahlen für das neue Schuljahr 2009/2010 zu nennen, ist diese Ankündigung ein weiteres Beispiel in der Serie der leeren Versprechungen“, meint Frau Dehnert, die Leiterin des Fachbereichs Schule, Bildung und Kultur in der VKIB. „Die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste sind nicht nur freiwillige Kooperationsmaßnahmen von allgemeiner Schule und Förderschule, sondern müssen endlich vom Finanzierungsvorbehalt im Erziehungs- und Unterrichtsgesetz befreit und zur staatlichen Pflichtleistung werden“, so Dehnert weiter.
„Wir vermissen Aussagen, mit welchen konkreten Schritten die Umsetzung des Art.24 der UN-Konvention für Rechte behinderter Menschen im Schuljahr 2009/2010 angegangen werden soll“, fügt enttäuscht Herbert Sedlmeier, der 1. Vorsitzende der VKIB hinzu. „Jetzt müssen die Weichen gestellt werden, damit langfristig mehr Kinder und Jugendliche mit Behinderung die allgemeine Schule besuchen können“ fügt Herbert Sedlmeier hinzu.
Die VKIB erwartet vom Kultusministerium zum Schuljahr 2009/2010 realistische Zahlen und Fakten zur Lehrerversorgung in allen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten, zu den mobilen sonderpädagogischen Hilfen im Vorschulbereich und zu den Mobilen Sonderpädagogischen Diensten.
Nur so kann uns transparent und glaubhaft vermittelt werden, dass die Inklusive Bildung in Bayern gewollt und auf den Weg gebracht wird.
Der Bayerische Elternverband (BEV e. V.) wird derzeit mit einer Fülle von Anrufen besorgter Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf konfrontiert, von deren Schulen mit dem neuen Schuljahr Lehrerstellen abgezogen wurden. Zu diesen Meldungen passt ein Bericht der SZ, die von einem Minus von bayernweit 100 Sonderschullehrern spricht. Aus Oberbayern war aus mehreren Quellen übereinstimmend zu erfahren, dass allein hier 40 Stellen eingespart wurden.
Zu diesen Meldungen passt auch eine Äußerung aus dem Kultusministerium, dass man auf keinen Fall die Förderschulen ausbauen wolle, da mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention der Fokus auf die Inklusion gerichtet würde. Mit diesem Statement – noch besser aber mit den entsprechenden Taten - könnte der BEV sehr gut leben, wenn nicht schon seit dem Ende der 90-er Jahre mehr und mehr an den Förderschulen gespart worden wäre. Dies führte u. a. so weit, dass nun die individuellen Förderpläne nicht mehr umgesetzt werden können, dass Lehrer bis zu drei parallele Klassenleitungen bewältigen müssen und dass die Kinder mangels Lehrervertretungen zu oft nur von Hilfskräften beaufsichtigt werden. Nach einer Umfrage des BEV-Sachgebiets Förderschule bestand bereits im letzten Schuljahr eine Unterversorgung von ein bis zwei Vollzeitlehrerstellen je Förderschule, insgesamt also etwa 300 Sonderschullehrer. „Sollten sich die Schreckensmeldungen der Eltern bewahrheiten, kommt dies einer persönlichen Katastrophe für jedes einzelne betroffene Kind gleich“, sagt die Vorsitzende des BEV, Heike Hein. „Nach unseren Erfahrungen der letzten Jahre müssen wir leider davon ausgehen, dass wieder einmal an den Schwächsten in unserer Gesellschaft gespart wird.“
Der Bayerische Elternverband fragt sich nun, wie weitere Stellenkürzungen zusammenpassen mit der Tatsache, dass der Haushaltsplan allein für 2009 eine Stellenmehrung von 77 Sonderschullehrerstellen vorsieht. „Dass das Kultusministerium zu Beginn des Schuljahres nicht den aktuellen Stand von Schülerzahlen und Stundenzuweisung kennt, ist untragbar. Mit einem solchen System kann logischerweise auch keine rechtzeitige bedarfsdeckende Lehrerzuweisung funktionieren“, sagt Henrike Paede, stellvertretende Vorsitzende und Sachgebietsleiterin Förderschule im BEV. „Zwar funktionieren die bayerischen Förderschulen irgendwie, allerdings mit den bundesdurchschnittlich größten Klassen und dem schlechtesten Verhältnis vom Lehrerstunden pro Schüler. Es hat jedoch den Anschein, dass unser Freistaat trotz vieler anderslautenden Beteuerungen ke 2000 in echtes Interesse an der individuellen und bestmöglichen Förderung behinderter Kinder hat. Für diese Annahme spricht auch, dass der Kultusminister zwar alle paar Tage eine Neuerung im Schulwesen erfindet, die Förderschulen bzw. integrativ arbeitende Bildungseinrichtungen für behinderte Kinder bisher jedoch stets davon ausgenommen waren.“
Auch die VKIB (Vereinigung Kommunaler Interessenvertreter von Menschen mit Behinderungen in Bayern) ist sich mit dem BEV einig. Pressesprecher Johann Horvath: "Wenn schon für den Pflichtunterricht an den Förderschulen zu wenig Lehrkräfte zur Verfügung stehen, wird es als unmittelbare Folge zu Kürzungen bei den mobilen sonderpädagogischen Angeboten für die allgemeinen Schulen kommen. Die Verringerung der Sonderschullehrerzahl ist angesichts der beabsichtigten Vorreiterrolle Bayerns bei der Umsetzung der UN-Konvention in Richtung inklusive Schule höchst kontraproduktiv."
Und Heike Hein ergänzt: „Diese Entwicklung ist beschämend für Bayern. Wir fragen uns, wie Kultusminister Spaenle diese Verlagerung gesellschaftlicher Probleme auf die Zukunft moralisch und wirtschaftlich rechtfertigen will. Es sollte nun seinen guten Absichten auch Taten folgen lassen!“
Behindertenbeauftragter fordert Barrieren-Abbau
Die Rechte behinderter Menschen dürfen nach Ansicht des künftigen Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), nicht länger nur auf dem Papier stehen.
Quelle: bild.de vom 30.12.2009
http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/dpa/2009/12/30/behindertenbeauftragter-fordert-barrierenabbau.html
Behindertengerechte Autos
Menschen mit körperlichen Handicaps sind in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt.
Quelle: focus online vom 29.12.2009
http://www.focus.de/auto/news/ratgeber-behindertengerechte-autos_aid_466238.html
Behinderte: Kosten für Fahrten steigen
Bis zum Jahr 2008 hat die Stadt Augsburg den Fahrdienst für Menschen mit Behinderung finanziert.
Neu ist nun ab Januar eine für den Regierungsbezirk Schwaben einheitliche, vom Bezirkstag beschlossene Regelung: Fallen die Betroffenen unter eine Einkommensgrenze von rund 1000 Euro, stehen ihnen monatlich 100 Euro (Heimbewohnern 50 Euro) für den Fahrdienst zur Verfügung - ganz gleich, ob sie ihn für einen Hilfsdienst oder ein Taxi benutzen.
Quelle: Augsburger Allgemeine vom 29.12.2009
Frühförderung hilft mehr als erhofft
Auf den Anfang kommt es an: Unter diesem Leitmotiv stand die zentrale Veranstaltung - das Fach-Forum - des Verbandes der Bayerischen Bezirke bei der jüngsten Sozialmesse ConSozial in Nürnberg. Der Bezirk Schwaben hatte Experten zu einer Podiumsdiskussion über die Frühförderung für behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder eingeladen.
Hintergrund: Seit dem 1. Januar 2008 sind die bayerischen Bezirke auch für diesen wichtigen Bereich der ambulanten Eingliederungshilfe zuständig. „Die Frühförderung ist für die Bezirke ein ganz zentrales Thema", betonte Schwabens Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Denn, so der Politiker, die Bezirke seien auch hier die geeigneten Partner, um bayernweit ausgeglichene Verhältnisse zu schaffen.
Keine Schere zwischen Medizin und Heilpädagogik
Noch unterscheide sich die Ausgestaltung der Frühförderung von Region zu Region, „wichtig ist, dass wir flächendeckend bedarfsgerechte Hilfen anbieten können, die auch für die Familien dort, wo sie leben, verfügbar sind und die finanzierbar sind".
Man sei beim Verband der Bayerischen Bezirke sehr zufrieden, dass sich nun auch die Frühförderung einreihe in den Kontext der Eingliederungshilfe, betonte die zuständige Fachreferentin Celia Wenk-Wolff.
Der seit dem Jahr 2006 bestehende Rahmenvertrag zwischen den Leistungserbringern und den Kostenträgern - den Bezirken und den Krankenkassen - gebe auf einem hohen fachlichen Niveau Standards vor.
Zu achten sei jedoch in Zukunft auch darauf, dass keine Schere zwischen heilpädagogischen und medizinischen Leistungen entstehe - zumal die „Effektivität der Frühförderung unumstritten ist", wie Professor Franz Peterander, Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, hervorhob.
Langzeitstudien hätten erwiesen, dass gezielte Frühförderung nicht nur einen hohen Wert für die betroffenen Kinder, sondern auch ökonomisch überaus positive Auswirkungen habe. „Effektive Frühförderung kann es jedoch ohne die Einbeziehung der Familien, ohne einen systemischen Ansatz und ohne gewisse Standards nicht geben", so der international anerkannte Frühförderungs-Experte.
„Frühförderung dient nicht nur dazu, dass sich die gegenwärtige Situation eines behinderten Kindes verbessert - sondern sie trägt insbesondere auch zu einer Verbesserung seiner Zukunftsaussichten bei", behauptet auch Helga Treml-Sieder. Die Vorsitzende der bayerischen Landesvereinigung für interdisziplinäre Frühförderung wies auf die zwei übergeordneten Ziele der Frühförderung hin: Integration und Prävention.
Deutlich wurde bei der anschließenden Diskussion, dass bei den Einrichtungsträgern vor allem große Sorge vor einem Rückzug der Krankenkassen besteht. Die oberbayerische Bezirksrätin Friederike Steinberger (CSU) wies zudem darauf hin, dass es nach wie vor eines der zentralen Probleme sei, dass zu viele Kinder erst zu spät als förderungsbedürftig diagnostiziert würden.
von BIRGIT BÖLLINGER
KOMMENTAR
Großer Erfolg
VON ULRICH LECHLEITNER
Schwabens wiedergewählter Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert hatte schon früh das richtige Gespür. Denn bereits zu Anfang dieses Jahres war klar, dass sich sein Bezirk als Ausrichter des Fach-Forums bei der Nürnberger Messe ConSozial 2008 mit dem Thema „Frühförderung" befassen würde.
Und sowohl die fachlich renommierte Besetzung des Podiums in Nürnberg als auch die gute Resonanz im Zuhörerraum zeigten, wie aktuell diese Herausforderung ist, wie sensibel der Umgang mit den betroffenen Kindern sein muss.
Es war deshalb ein wichtiges Zeichen, das die Expertenrunde mit einer eindeutigen Botschaft setzte : Es gilt, eine Behinderung so früh wie möglich zu .erkennen! Je eher hier eine verlässliche Diagnose gegeben werden kann, desto größer sind danach die Chancen einer ebenso fundierten wie erfolgversprechenden Therapie und Betreuung.
Die Fachmesse ConSozial bot für diesen Aufgabenbereich der Bezirke einen hervorragenden Rahmen. Wie überhaupt gesagt werden muss, dass sich die „
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Fach-Foren" immer mehr zu Höhepunkten des Messe-Geschehens entwickeln. Im nächsten Jahr will der Bezirk Unterfranken eine solche Gesprächsrunde ausrichten. Mit einem auch dann sicherlich interessanten und informativen Thema aus dem Sozialbereich.
Quelle:Bayerische Staatszeitung Nr. 48
Wie hoch sind die Ausgaben des Staates für die sozialen Sicherungssysteme? Wie groß ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Sozialstaat? Wie viel Geld haben die Haushalte in Deutschland zur Verfügung und wie hat sich die Einkommensverteilung in den letzten Jahren entwickelt? Wo steht Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, wenn es um die Lebensqualität der Bürger geht?
Antworten auf diese und viele andere Fragen zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland gibt der neue Datenreport 2008, der heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Vertretern des Statistischen Bundesamtes (Destatis), des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), der Gesellschaft sozialwissenschaftlicher Struktureinrichtungen (GESIS) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Berlin vorgestellt wurde.
Das Besondere am Datenreport ist, dass er Ergebnisse der amtlichen Statistik und der sozialwissenschaftlichen Forschung gemeinsam in Form eines umfassenden Sozialberichts für Deutschland präsentiert. Der Datenreport enthält insgesamt mehr als 40 Beiträge zu verschiedenen Aspekten der objektiven Lebensverhältnisse und des subjektiven Wohlbefindens der Bürger.
Detailliert untersucht werden unter anderem: die Entwicklung der sozialen Sicherung der Menschen und ihre subjektiven Einstellungen zum Sozialstaat und zur Sozialpolitik, die Entwicklung und Verteilung der Einkommen, die Zufriedenheit der Menschen mit verschiedenen Lebensbereichen (Haushaltseinkommen, Gesundheit, Demokratie), die soziale Schichtung und soziale Lagen sowie die politische und soziale Partizipation und Integration.
Der Datenreport steht im Internetangebot der beteiligten Institutionen Destatis (www.destatis.de), WZB (www.wzb.eu/datenreport2008), GESIS (www.gesis.org/sozialindikatoren) und der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de/publikationen) kostenlos als Download zur Verfügung. Die Buchausgabe ist gegen eine Bereitstellungspauschale von vier Euro plus Versandkosten über die Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) oder über das SFG Servicecenter Fachverlage (destatis(at)s-f-g.com) unter der Destatis-Bestellnummer 1010400-08900-1 erhältlich.
Quelle: Statistischen Bundesamtes (Destatis) (Veröffentlichung mit Link erlaubt)
Kabinett billigt Entwürfe des Rentenversicherungsberichtes und des Alterssicherungsberichtes
Die gute konjunkturelle Entwicklung in den vergangenen Jahren hat die
Rentenkassen gefüllt.
Für das Jahresende 2008 wird mit einer Rücklage von 15,7 Milliarden Euro in der
gesetzlichen Rentenversicherung gerechnet. Dies entspricht knapp einer
Monatsausgabe (97 Prozent) für die Gesamtrentenzahlungen. Ende 2007 betrug sie
noch 11,5 Milliarden Euro.
Der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleibt bis zum Jahr 2011 stabil
bei 19,9 Prozent. Erst im Jahr 2012 kann er nach den jetzigen Berechnungen wieder
sinken - auf 19,2 Prozent. Dann nämlich wird der gesetzlich festgelegte obere
Zielwert der so geannten Nachhaltigkeitsrücklage von 1,5 Monatsausgaben
(entspricht rund 27 Milliarden Euro) erreicht.
Link zum Rentenversicherungsbericht:
Link zum Alterssicherungsbericht:
http://www.bmas.de/coremedia/generator/29492/property=pdf/2008__11__19__alterssicherungsbericht.pdf